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St. Crispin-Crispinianus-Gilde

Wer waren sie? Sie waren Söhne einer adligen römischen Familie und lebten im dritten Jahrhundert. Vom apostolischen Eifer erfasst, zogen sie mit ihrem Bischof nach Frankreich, um ihm bei der Verkündigung des Evangeliums zur Seite zu stehen. Sie errichteten dort eine Schuhmacherwerkstatt, die nach und nach zu einer christlichen Schule wurde.

Im Jahre 287 erlitten sie durch Kaiser Maximilian bei der Verfolgung den Märtyrertod.

Der Amtsbrief der Crispinus-Gilde vom 18. Oktober 1489, als vor mehr als 500 Jahren, beginnt mit den Worten: "Wir, der Bürgermeister und seine Gesellen, gemeinsam mit den Schöffen und Kirchmeistern, die zur Zeit in der Stadt Kalkar sind, tun allen Leuten kund, die diesen geschriebenen Brief werden sehen und hören, lesen und anerkennen vor uns und unseren Nachkömmlingen , dass wir mit Empfehlung des erhabenen Meisters Johan von Holt, unser Pastor, und welche zur Zeit in Kalkar, die als Schuhmachermeister wohnhaft sind, namentlich beschrieben..." Kraft dieses Amtsbriefes konnten die Mitglieder der St. Crispinus-Gilde nicht nur Lehrlinge ausbilden, sondern Gesellenprüfungen abnehmen. Die Mitglieder der Gilde entschieden auch, ob und wann jemand selbständig hier in unserer Stadt werden konnte. Preisabsprachen waren beim Handwerk und Handel gang und gäbe; damals kannte man kein Kartellamt und so wurde durch die Gilde Preistreiberei unterbunden.

Die Gilde ist der Zusammenschluss eines oder mehrerer Handwerksberufe. So sind die Heiligen Crispinus und Crispinianus die Schutzpatrone der Gerber und Schuhmacher. Die Sorge, dass die Gilde unter drei Mitglieder sinken könnte und das Vermögen an die Kirche übergeben werden müsste, trieb die Mitglieder zu intensiven Überlegungen und so wurde die Gilde um Sattler, Polsterer und Dekorateure erweitert. Auch um die Erweiterung dieser Berufe hätte sie in Zukunft keinen Bestand gehabt, da es keine Gerber mehr in Kalkar gab und der Beruf des Sattlers ebenfalls ausgestorben war.

Aus dem Beruf des Sattlers und Dekorateurs entwickelte sich der Beruf des Raumausstatters. Um den Beruf des Raumausstatters ausüben zu können, wurden Kenntnisse und Fertigkeiten über Stoffe und Farben vorausgesetzt; um mehr Farbe in Räume und in die Gilde zu bekommen, nahm man die Maler und Lackierer, welche Meister ihrer Berufe sein mussten, auch in die Gilde auf.

Kontakt

St. Crispinus-Gilde
Herbert Seegers

Hanselaerstr. 18
47546 Kalkar

Telefon 02824 – 5520