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St. Josef Gilde Kalkar

gegründet 1755

Der Name

Der Heilige Josef war ein Abkömmling Davids und lebte als Zimmermann überwiegend in Nazareth. Als Kaiser Augustus, so berichtet die Bibel, einen allgemeinen Rechtszensus (eine Art Volkszählung) anordnete, brachte er sich mit seiner Frau Maria in Sicherheit. Sie zogen zu seinem Stammort Bethlehem, wo Jesus geboren wurde. Es folgte die Flucht nach Ägypten und die Rückkehr nach Nazareth, wo die Familie schließlich wohnte. Viel mehr ist aus dem Leben Josefs nicht bekannt. Vielleicht ist er sogar noch vor dem öffentlichen Wirken Jesu gestorben; sein Grab soll sich im Tal Josaphat befinden.

Der Evangelist Matthäus beschreibt Josef als streng gläubigen, rasch entschlossenen und tatkräftigen Mann. Er wurde schon früh von den Griechen verehrt. Papst Pius IX. erklärte ihn per Dekret am 8. Dezember 1870 zum Schutzpatron der katholischen Kirche. In der Kunst wird er oft als Zimmermann mit Werkzeug bei der Arbeit, mit dem Jesus-Kind auf dem Arm oder mit einer Lilie in der Hand dargestellt.

Privileg und Aufgabe

Josef von Nazareth ist Schutzpatron der St. Josef Gilde Kalkar. Am 19. Dezember 1755 verlieh König Friedrich ein Generalprivileg für Tischler und Schreiner im Herzogtum Kleve.

Bruder in der Gilde zu sein, ist Zeugnis gelebter Tradition, ehrbaren Handwerks und großer Verbundenheit mit der Heimatstadt Kalkar. Früher konnten nur holzverarbeitende Handwerker Mitglieder werden; seit 1990 ist dies auch Handwerkern und Dienstleistern rund um den Bau erlaubt.

Welch wichtige Stellung die Gilde früher in der Stadt einnahm, wird (der alte Stempeldruck zeigt es) daran deutlich, dass sie lange Zeit als Innung fungierte.

 

 

Belege für die stolze Geschichte gibt es reichlich. Beispiel: Am 7. April 1926 legte der letzte Lehrling vor dem Gesellenprüfungsausschuss der Kalkarer „St.-Josefs-Innung“ seine Prüfung.

Altar, Kapelle und Fahne

In den sechziger Jahren des 20. Jh. war der Josef-Altar in St. Nicolai ein großes Thema in der Gilde. Die Brüder wollten neue Figuren für die beiden Seitenflügel stiften. Während ihnen die vorgestellten Entwürfe gefielen, stießen sie beim damaligen Pfarrer an St. Nicolai als „zu barock“ auf Ablehnung. Folge: Der Altar wurde nur instandgesetzt.

Er steht seither in der Anna-Kapelle, die früher als Sakristei diente und heute Sakramentskappelle ist.

Das Mittelteil des Josef-Altars: Josef auf dem Sterbebett.
Der Heilige Josef auf der Flucht nach Äpypten. (Darstellung von Heinrich Douvermann im Sieben-Schmerzen-Altar in St. Nicolai Kalkar)

Du, aus Davids Stamm geboren,
Bräutigam der Jungfrau rein,
bist von Jesus auserkoren
Pflegevater ihm zu sein!
Treuer Josef, mir auch biete
deine väterliche Hand
und beständiglich behüte mich,
dein Kind vor Sünd und Schand!

Da die Gilde über ein eigenes Grundstück am Schwanenhorst verfügte, entschloss man sich, darauf ein Heiligenhäuschen zu bauen. Nach Begutachtung eines Modells im Maßstab 1:10 und nach Erhalt der Baugenehmigung im November 1994 begannen die Brüder mit dem Bau. Von der ersten Idee über die Detailplanung bis hin zur Fertigstellung war aus dem angedachten Heiligenhäuschen freilich eine Gildenkapelle geworden. Diese weihte man am 23. September 1995 feierlich ein.

Von Anfang an war jedoch einigen Brüdern und dem Gildemeister das Leuten der kleinen Glocke im Dachaufbau zu beschwerlich – und vor allen Dingen: viel zu leise. So beschloss man im März 2003, den Bau eines Glockenturms anzugehen. Neben den Brüdern engagierten sich dafür auch viele Kalkarer durch Spenden – mit schnellem Erfolg: Am 15. März 2004 (dem Patronatstag) segnete der damalige Pfarrer von St. Nicolai die 85 Kilo schwere Glocke. Seither kann man auch im Stadtzentrum die Glocke der Josef-Kapelle hören.

Die St. Josef-Kapelle am Josefs-Platz

Nach der Fertigstellung des Glockenturms benannte die Stadt Kalkar den der Kapelle gegenüberliegenden Parkplatz in „Josefs-Platz“ um.

Die Kalkarer Karnevalsgesellschaft ehrte in der Session 2004 / 2005 die Josef-Gilde anlässlich deren 250-Jahr-Jubiläum mit dem karnevalistischen Sessionsorden.


Die neue Lauffahne der Gilde

250 Jahre St. Josef Gilde Kalkar

2005 feierte die Josef Gilde Kalkar ihr 250-jähriges Bestehen. Die Feier am Patronatstag begann mit einem festlichen Hochamt in der ehrwürdigen St. Nicolai Kirche.

Einzug mit den Fahnenabordnungen der anderen Kalkarer Gilden und Bruderschaften.
Der damalige Pfarrer Benedikt Elshoff zelebrierte das Hochamt.
Anlässlich des Patronatsfestes rückt der Josef-Altar stets für einen Tag in den Mittelpunkt des Hochchores von St. Nicolai.

Anschließend begab man sich zum Festakt ins Hotel Siekmann. Dort waren Vertreter der anderen drei historischen Gilden sowie der fünf Bruderschaften Kalkars erschienen, um herzlich zu gratulieren; das freute Ehren-Gildemeister und Gildemeister bei der Begrüßung.

Ehren-Gildemeister Heinrich Görtzen
Gildemeister Willi Haps

Nach dem Hochamt zogen die Gildenbrüder – wie stets zum Patronatsfest – zur Josef-Kapelle. Im Jubiläumsjahr nahm man zwei neue Brüder in die Gilde auf.

Die neuen Brüder im Jubiläumsjahr, Christian Görtzen (li.) und Jens Rottmann (re.), während der feierlichen Aufnahme durch den damaligen Gildemeister Willi Haps (mit dem Gildebuch in der Mitte). Leutnant Michael Janßen, Fähnrich Hans-Georg Biesemann und Ehren-Gildemeister Heinrich Görtzen (v.l.n.r. im Hintergrund) beobachten die Zeremonie.

Dann begann Dr. Günther Bergmann seine Festrede über die Geschichte und die Geschichten von 250 Jahre Gildenleben mit den Worten „Gott segne das ehrbare Handwerk“. Er ließ die Geschehnisse um die Gilde chronologisch Revue passieren und fügte den Ausführung augenzwinkernd manche Anekdote hinzu.

So berichtete er etwa über die Eintragung im Gildebuch, wonach für die Mission in Südafrika gesammelt worden war. Als Ergebnis hielt man einfach fest: 200 DM für die Motorisierung eines Paters. Ob dem armen Gottesmann daraufhin ein Zweitakter eingebaut wurde, sei nicht überliefert, so der Chronist.

Der Redner ging auch auf mögliche Baumaßnahmen zur Erweiterung der Josef-Kapelle. So würde er sich nicht wundern, wenn in nächster Zukunft der Apsis und dem Turm ein Hauptschiff hinzugefügt würde. Ideen, das Gebäude zu vergrößern und die Infrastruktur zu komplettieren, ließen gar darauf schließen, dass irgendwann ein Josefbruder dort als Küster wohnen wird.

Es folgten die Grußworte von Gerhard Fonck als Bürgermeister und...
von Helmut Nuy als Vertreter der anderen Kalkarer Bruderschaften und Gilden.
Än doar sette se, die Brüers – ein Blick ins Gilden- und Bruderschaftshaus auf dem Kalkarer Marktplatz.

Stadtfest 2008

Bei der St. Josef Gilde kommen neben sozialem und kirchlichen Engagement auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz – im Gegenteil. Die Brüder tragen als harmonische Gemeinschaft viel dazu bei, dass es immer wieder Anlässe gibt, das alte Kalkarer Lied „Wat is et doch in Kalkar schön“ berechtigterweise zu singen. So auch beim Stadtfest 2008, das anlässlich der Einweihung neuer Kirchenfenster auf dem Markt veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt stand wieder einmal das Gildenhaus und damit die Brüder in Josef.
Sie hatten es errichtet, da es bekanntlich aus Holz ist …

Die letzten Aufnahmen in die Gilde

Nachdem Markus Zollner am Patronsfest 2010 feierlich in die Gilde aufgenommen worden war, folgten ihm Peter Lippes, Oliver Görtz, Tim Dickerboom und Christoher Rottmann in den Folgejahren. Die offiziellen Zeremonien fanden natürlich an der Josefs-Kapelle statt.

Die Brüder der St. Josef Gilde Kalkar

Derzeit sind 28 Brüder Mitglied der Gilde; nach Eintrittsdaten sortiert sind dies:

Hans-Gerd Bültjes, Gerd Görtzen, Heinrich Görtzen, Heinz van Meegern, Ewald Haps, Willi Fischer, Karl-Heinz Rottmann, Willi Haps, Karl Kempkes, Michael Janßen, Leo Dickerboom, Hans-Josef Brüx, Bernd Hansen, Hans-Georg Biesemann, Jürgen Elbers, Andreas Bültjes, Thomas Breer, Christian Lippes, Jens Rottmann, Christian Görtzen, Hubert Lemm, Christoph Rensing, Marius Janßen, Markus Zollner, Peter Lippes, Oliver Görtz, Tim Dickerboom und Christopher Rottmann.

Die Leitung der Gilde liegt in den Händen von

  • Ehren-Gildemeister Heinrich Görtzen und Willi Haps
  • Gildemeister Michael Janßen
  • Leutnant Hans-Georg Biesemann
  • Fähnrich Hans-Josef Brüx

Neue Brüder aus Berufen ´rund um den Bau´ sind herzlich willkommen.

Kontakt: Gildemeister Michael Janßen, Hanselaerer Straße 36, 47546 Kalkar, Telefon: 0 28 24 / 9 27 57; st.josef(at)online.de

Kontakt

St. Josefs-Gilde
Michael Janssen, Gildemeister

Hanselaerstr. 36
47546 Kalkar

Telefon 02824 92757