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Den Schöpfer dieses Altares nennt man ganz einfach "Meister des Kalkarer Annenaltares". Wie die Kanzel stammt der Altar aus der früheren Dominikanerkirche. Man nimmt an, dass er um 1500 entstanden ist. Er unterscheidet sich in seiner künstlerischen Gestaltung wesentlich von den Altären, die seinerzeit eigens für unsere Kirche geschaffen wurden. Den Mittelpunkt dieses Altares mit fast lebensgroßen Figuren bildet eine "Anna Selbdritt". Diese Gruppe umfasst Anna, die Mutter Mariens, Maria selbst und das Jesuskind. Die drei sitzen (und stehen) auf einer Bank, die mit gotischem Maßwerk verziert ist, so wie es damals wohl üblich war.

Den Mittelpunkt der Darstellung bildet das Kind, der Körper mit den Armen bildet ein Kreuz. Der Künstler weist damit auf Leiden und Tod Jesu hin. Die Windel trägt dieses Jesuskind erst seit 100 Jahren. Man konnte um 1902 wohl nicht den Anblick eines nackten Jesuskindes ertragen. Genauso wenig passt zu Maria die Krone, die ebenfalls erst um 1902 hinzugefügt wurde. Aber das Lächeln des Jesuskindes sollten Sie in sich aufnehmen. Links neben Maria steht der heilige Josef, der dem Jesuskind Weintrauben reicht, rechts sieht man die (legendären) drei Ehemänner der heiligen Anna: Joachim, Kleophas, und Salomas.
Und über allen schwebt Gottvater mit musizierenden Engeln.