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Dieser Altar ist selbst für die Kalkarer neu. Es hat schon früher einen Crispinus-Crispinianus-Altar gegeben. Wie vieles andere wurde auch er 1818 abgebrochen. Aber es blieb einiges übrig: die Figuren der beiden Heiligen, die Predella und die Altarflügel. So war die Rekonstruktion des Altares nicht allzu schwierig. Ursprünglich stand in der Mitte Maria, die Gottesmutter in der Sonne. Sie wurde jetzt ersetzt durch eine Marienfigur aus der Ulmer Schule, die auch um 1530 entstanden sein dürfte. Die Standbilder von Crispinus udn Crispinianus sind aus Eichenholz hergestellt.

Der Künstler des Altares ist Kersken von Ringenberg, der um 1510 in Kalkar lebte, als er den Auftrag für diesen Altar erhielt. Die Tracht, die die beiden tragen, dürfte dem entsprechen, was Gelehrte zu Anfang des 16. Jahrhunderts trugen. Sie blieben uns in ihrer ursprünglichen Farbgestaltung erhalten. Die heiligen Crispinus und Crispinianus sind die Schutzpatrone der Schuhmacher, Sattler, Gerber und Dekorateure. Seit 1489 besteht die entsprechende Gilde in unserer Stadt.
Die beiden Heiligen sollen mit dem Bischof Dionysius wegen der Christenverfolgung in Rom nach Soissons in Frankreich geflohen sein. Dort wurden sie Schuhmacher. So nutzten sie ihre Möglichkeiten zur Verbreitung des Christentums, bis sie im Jahre 287 auf Anordnung des Kaisers Maximilian umgebracht wurden.